Kurzinformation

Die Hochofenanlage in Bundschuh stellt ein Wirtschaftsdenkmal aus dem industriellen Bereich und eine montanhistorische Besonderheit dar. Bergbau und Verhüttung reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die Anlage stammt aus dem Jahre 1862 und war damals eine der fortschrittlichsten im Land Salzburg.´ Die Erzvorkommen befanden sich 10 km taleinwärts im Schönfeldgebiet. Mit Ochsenfuhrwerken wurde das Eisenerz im Winter zum Hochofen gebracht und zu Roheisen geschmolzen. Die Weiterverarbeitung zu Nägeln, Draht und Formstahl erfolgte im Hammerwerk Mauterndorf. Im Jahre 1885 mußte der Schmelzbetrieb eingestellt werden, da die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben war. Im Museum werden interessante Gerätschaften, Knappengezähe (Werkzeug), Stollenfundstücke, eine Bergschmiede, Schlitten für den Erz- und Kohlebetrieb, Lungauer Mineralien, Bundschuher Roheisen und vieles andere mehr gezeigt. Der Besucher erhält einen Einblick in die Arbeitswelt der Bergleute um 1860. Mit Röstöfen, Teilen des Kohlenbarrens, Gebläsehaus, Hochofen, Gewerken - und Personalhaus, Gasthaus für die Hüttenarbeiter und dem Kalkofen ist es ein weitgehend vollständiges Industrie-Ensemble und steht unter Denkmalschutz.

Johann Heiss

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