Bergbau im Lungau

Stoffebene

Der Lungau ist aufgrund der Vielfalt seiner Erzlager eine der bedeutendsten Regionen Österreichs. Hinter dem Bergbaurevier Gastein - Rauris stand der Lungau an zweiter Stelle im Erzbistum Salzburg. Über 400 Jahre lang war er ein Zentrum des Bergbaus, den der Landerfürst stets mit großem Interesse zu fördern versuchte.
Dementsprechend findet man die Reste einer Vielzahl von alten Bergbauen, deren Blütezeit zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert lag. Heute bezeugen uns Ruinen von Werksanlagen, Stollen, Schlackenhalden, aber auch teilweise gut erhaltene und renovierte Hüttenanlagen von dieser einstigen bergmännischen Betriebsamkeit.
Auch die Geschichte mancher Burgen und Kirchen hängt eng mit jener des Bergbaus zusammen und so manches stattliche Bürgerhaus erzählt vom Reichtum angesehener Gewerkenfamilien.

Folgende Bodenschätze wurden im Lungau abgebaut und verarbeitet:

Eisen
Schönfeld und Kendlbruck
Das im Gebiet Schönfeld und Kendlbrucker Mühlbachgraben gewonnene Erz wurde zu den Schmelzöfen nach Bundschuh und Kendlbruck gebracht. Die Weiterverarbeitung zu Eisenwaren wie Draht oder Nägeln erfolgte in den Hammerwerken Mauterndorf und St. Andrä.

Gold
Rotgülden, Schellgaden, Unternberg und Tamsweg
Zur Verarbeitung gelangte goldhältiger Pyrit und Arsenkies. Das im Pochwerk zerkleinerte Erz gelangte in die Quickmühle, wo unter Verwendung von Quecksilber das Gold entzogen wurde. Gold war für die Münzprägung und die Herstellung von Schmuck von besonderer Bedeutung.

Silber
Ramingstein und Silbereck
Durch seine besondere Bedeutung wurde Ramingstein vom Landesfürsten mit Privilegien ausgestattet (Wochenmarkt, Bergrichter) und war Sitz der Berghauptmannschaft für den gesamten Lungau.
Sowohl in Ramingstein alsauch im Revier Altenberg befinden sich heute interessante Schaubergwerke.


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